Kunden Newsletter IDT | Ausgabe 3 in 2026
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PTFE nach drei Jahren PFAS-Debatte:
Was heute klarer ist – und was nicht

Zwei Nachrichten prägen gerade die Diskussion um Fluorpolymere.

Die gute Nachricht: Der Dyneon-Standort Burgkirchen soll im Zuge des Verkaufs an die schweizerische Capmont Group weitergeführt werden. Damit besteht die Aussicht, dass bewährte Werkstoffe wie TFM 1600 auch künftig verfügbar bleiben.
Gleichzeitig ist die zweite ECHA-Konsultation abgeschlossen. Das Verfahren läuft weiter, eine finale Entscheidung über mögliche Beschränkungen steht jedoch noch aus.

Für Betreiber, Instandhalter und technische Entscheider rücken deshalb zunehmend praktische Fragen in den Mittelpunkt: Werkstoffverfügbarkeit, Planungshorizonte und die Bewertung möglicher Alternativen.
Denn eine zentrale Herausforderung bleibt bestehen: Für PTFE-Anwendungen gibt es weiterhin keine gleichwertige Alternative.

Welche Erkenntnisse liegen heute vor – und welche Fragen bleiben offen? Unser Technischer Direktor Jörg Skoda ordnet die aktuelle Situation für Sie ein.

BEST PRACTICE

Flanschmontage: Wenn das Zertifikat nicht mehr reicht.

Wer einen Turnaround plant, kennt die Frage: Wie qualifiziert ist das Montagepersonal – und wie lässt sich das nachweisen?

Montageschulungen nach DIN EN 1591-4 sind etabliert. Was zunehmend fehlt, ist die Vergleichbarkeit. Internationale Teams, wechselnde Montagefirmen und unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe erschweren eine einheitliche Beurteilung.

Genau darüber diskutiert die Branche derzeit intensiv. Der ChemCologne-Arbeitskreis „Flanschverbindungen" – getragen von Unternehmen wie Braskem, Shell, LyondellBasell und INEOS – hat im März 2026 ein gemeinsames Statement zur gegenseitigen Anerkennung von Qualifikationsnachweisen veröffentlicht.

IDT hat dafür zwei konkrete Werkzeuge entwickelt:

Der flange.Pilot verbindet praktische Kompetenztests am realen Prüfstand mit digitalen Bewertungs- und Dokumentationsprozessen. Bewertungen werden standardisiert erfasst und projektbezogen archiviert.

Der qs.Pilot dokumentiert Montagearbeiten und Qualitätsprüfungen direkt im laufenden Turnaround. Projektverantwortliche erhalten jederzeit Transparenz über Prüfstatus, offene Mängel und den Projektfortschritt.

Unsere Erfahrung aus zahlreichen Turnarounds zeigt: Ob eine Flanschverbindung langfristig zuverlässig bleibt, entscheidet sich meist schon während der Montage. Wenn Sie wissen wollen, wo Ihre Prozesse heute stehen – vor dem nächsten Turnaround ist der richtige Zeitpunkt dafür.

Fragen zum Flanschmanagement?
Michael Balcerek hilft Ihnen gerne weiter.

Foto Michael Balcerek

MICHAEL BALCEREK
Advanced Service & TAR-Management
m.balcerek@idt-dichtungen.de

BEGEGNUNGEN

Zwei Messen, ein gemeinsames Thema.

Auf den ersten Blick könnten die beiden Veranstaltungen kaum unterschiedlicher sein: Die Expoquimia in Barcelona zählt zu den wichtigsten Fachmessen der chemischen Industrie in Südeuropa, während die MEORGA in Halle fest in der Prozessindustrie des mitteldeutschen Chemiedreiecks verankert ist.

Trotzdem beschäftigen beide dieselben Fragen: Wie lassen sich Emissionen reduzieren? Wie können Anlagen sicher und wirtschaftlich betrieben werden? Und welche Rolle spielt Dichtungstechnik in einem zunehmend regulierten Umfeld?

Für IDT sind beide Veranstaltungen in diesem Jahr eine Premiere.

Expoquimia, Barcelona
2.–5. Juni 2026
Halle 2, Stand D118

MEORGA, Halle (Saale)
17. Juni 2026
Stand L3


Fachvortrag von Jörg Skoda auf der MEORGA:
„Emissionen reduzieren: Dichtungstechnik für umweltgerechte Prozessanlagen"

Wir freuen uns auf den persönlichen Austausch in Barcelona und Halle.